Heilfasten im Harz – Historie

Heilfasten im Harz - Historie Wegweiser

Informationen zum Heilfasten im Harz finden Sie auf meiner Hauptseite>>> 

Unser Wanderplan:

1. Anreisetag Fröhlich wandern wir zum Rathaus Wernigerode
2. Fastentag Rund um die bunte Stadt im Harz
3. Fastentag Flotter Schuh auf dem Klosterweg zum Kloster Drübeck
4. Fastentag Fröhlich wandern wir zur Harburg
fakultativ für Geübte – Mit der Bahn zum Brocken – zurück wandern
5. Fastentag Mit Leichtigkeit durchs Zillierbachtal  zur Talsperre
6. Abschlusstour Mit Freude wandern wir zur Rappbodetalsperre/Hängebrücke
Änderungen vorbehalten!

Harburg und Kaiser-Eiche

Heute laufen wir auf den 438 m hohen Berg, auf dem einst die Harburg stand.

Die Harburg wurde im Jahre 1050 zu Zeiten des Kaisers, Albrecht

der Bär, der in Ballenstedt beigesetzt ist, errichtet noch bevor Wernigerode eine Stadtbefestigung erhalten hat. Eine große Statue von Albrecht dem Bär finden wir in der Zitadelle Spandau.

Von der Burg ist heute nichts mehr zu sehen. Es gibt jedoch eine Skizze, der wir entnehmen können, wie die Burg ausgesehen haben könnte.

Heute befindet sich auf dem Burggelände eine Ausflugsgaststätte.

Die  Aussichtsplattform nördlich vor dem Gaststättengebäude sollte – vorzugsweise zur Mittagszeit oder am frühen Nachmittag – bestiegen werden; dann steht die Sonne am günstigsten. Von der Plattform aus kann man dann schöne Fotos vom Schloss Wernigerode und von der Stadt Wernigerode machen.

Südlich des Gaststättengebäudes befindet sich die Kaiser-Eiche.

Sie wurde am 12. Mai 1889 gepflanzt. Das Drei-Kaiser-Jahr 1888 (Wilhelm I, Friedrich III und Wilhelm II) war gerade vergangen. Wilhelm II war der letzte deutsche Kaiser. Er dankte am Ende des

  1. Weltkrieges ab. Bekannt ist er von der Rückseite des 20-Gold-Mark-Stückes. Im Jahr 1889 wurde auch der Eifel-Turm auf dem Marsfeld zu Paris gebaut (damals das höchste Bauwerk der Welt);

die Kaiser-Eiche ist also so alt wie der Eiffelturm.

Heilfasten im Harz - Historie

Heilfasten im Harz – Kloster Drübeck

Das Kloster wurde von König Otto I erstmals am 10. 9. 960 als Kloster Drubechi in einer Urkunde erwähnt.

Am 8. 9. 980 bestätigte König Otto II , das in dem Kloster die Äbtissinnen frei gewählt werden können.
Dadurch wurde das Kloster zur Reichsabtei und hatte die gleiche Bedeutung wie Gandersheim und Quedlinburg.

Nach einer Urkunde von König Heinrich II wurde im Jahr 1004 mit dem Bau der Basilika St. Vitus begonnen.
Im 12. Jahrhundert wurden die Kirchtürme und die Choranlage geschaffen.

In den Wirren der Reformation und der Bauernkriege ruhte der Klosterbetrieb. Im Jahr 1599 gab es Plünderungen und Brandstiftungen in der Klosteranlage.

Im Jahre 1687 wurden die Klostergebäude von den Grafen zu Stolberg-Wernigerode übernommen. Hier wurde ein evangelisches Damenstift einrichteten.

Auf Bitten der letzten Äbtissin Magdalena wurde das Kloster im Jahre 1946 von der evangelischen Kirchenprovinz Sachsen übernommen, die es als Erholungs- und Tagungsstätte nutzte.

In den 1950 er Jahren wurde mit umfassenden Sanierungsarbeiten begonnen. Seit 1996 befinden sich hier ein pädagogisch-theologisches Institut und ein Pastoralkolleg.

Die Gartenanlagen des Klosters und die Basilika in der Mitte des Klosterkomplexes können besichtigt werden.
Ferner finden wir auf dem Klostergelände preisgünstige gastronomische Einrichtungen.

Heilfasten im Harz - Historie Kloster Drübeck

Heilfasten im Harz – Kloster Himmelspforte

Das Augustinerkloster Himmelspforte wurde im Jahre 1253 von Ritter Dietrich von Hartesrothe (heute: Hasserode, Ortsteil von Wernigerode) gestiftet.
Die Mönche befassten sich hier mit der Landwirtschaft – u. a. auch mit dem Weinanbau.

Martin Luther hat das Kloster im Jahr 1516 besucht. Im Bauernkrieg wurde am 30. April  und / oder am Mai 1525 das Kloster gestürmt und geplündert, nach dem die Bauern erfolglos die Abschaffung des Kirchenzehnts (Kirchensteuer) gefordert hatten.

Die Mönche sind geflüchtet.

Mauerreste waren noch bis Anfang des 18. Jahrhunderts sichtbar. Die Steine wurden nach und nach als Baumaterial in der Umgebung verbraucht. Heute sehen wir noch mehrere Forellenteiche, die Teil der Klosteranlage gewesen waren.

Die Sage von der Roßtrappe

Einst begehrte der Riese Bodo die schöne Königstochter Brunhilde zur Frau. Sie aber wies den Freier und sein ungestümes Werben ab. Als Brunhilde nun eines Tages auf ihrem Roß durch die Wälder ritt und sich an der Natur erfreute, hörte sie plötzlich ein Stampfen, Unterholz brach, und Bodo näherte sich auf seinem Pferd.

Er hatte Brunhildes Spur gefunden und verfolgte und bedrängte nun das Mädchen. Kreuz und quer jagte Brunhilde durch den dichten Wald, doch ihr Versuch, den Verfolger abzuschütteln, misslang. Plötzlich stockte ihr Roß mit jähem Ruck. Vor Brunhildes Augen lag ein gähnender Abgrund. Inzwischen war Bodo in bedrohliche Nähe gekommen.

Da gab die schöne Königstochter ihrem Pferd beherzt die Sporen und setzte damit zum Sprung über die tiefe Schlucht an. Der Sprung glückte. Tief grub sich der Huf des Rosses beim Aufschlag in den Felsen ein.

Brunhilde war gerettet, einzig ihre goldene Krone fiel während des Sprungs in die Tiefe hinab und versank sogleich in dem reißenden Fluss. Bodos Versuch, ebenfalls die andere Seite zu erreichen, schlug fehl. Er stürzte mit seinem Pferd in den Abgrund und wurde als Strafe in einen Hund verwandelt.

Man sagt, er bewache die Krone Brunhildes für ewige Zeiten auf dem Grunde jenes nach ihm benannten Flusses…

Heilfasten im Harz Historie – Wernigerode

Heilfasten im Harz - Historie

Kurzer Überblick über die Stadt Wernigerode

Das Stadtgebiet von Wernigerode umfasst ca. 170 km².
Wernigerode hat etwa 33 000 Einwohner.
Wernigerode liegt etwa 240 m über dem Meeresspiegel an der Wasserscheide zwischen der Weser und der Elbe.
Die Ilse fließt über die Oker und die Aller in die Weser, währende die Holtemme in Richtung Elbe fließt.

Die Temperaturen liegen meistens im positiven Bereich (+1,1 bis +2,1 °C durchschnittlich
im Winter). Im Jahresdurchschnitt liegt die Temperatur bei + 9,5 °C.

Geschichtliches

Wernigerode ist als eine „Rodungssiedlung“ unter dem Abt Warin und einigen Mönchen aus dem Kloster Corvey an der Weser entstanden.

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wernigerode im Jahre 1121 von Graf Adolf zu Heimar (seinerzeit Bistum Hildesheim, heute Samtgemeinde Sehnde in der Region Hannover).
Er nannte sich fortan Graf von Wernigerode. Am 17. 04. 1229 erhielt Wernigerode Stadtrechte.

Nach dem Tod von Graf Heinrich zu Wernigerode im Jahre 1429 gab es keine männlichen Erben, so dass der Graf von Stolberg die Stadt übernommen hat.

Im Bauernkrieg 1525 wurde das Kloster Himmelspforte im heutigen Ortsteil Hasserode geplündert und zerstört. Von 1521 – 1608 wurden in Wernigerode bei Hexenprozessen  20 Menschen zum Tode auf dem Scheiterhaufen verurteilt und hingerichtet.

Diese diversen Plünderungen und Zerstörungen im Raum Wernigerode gab es während des dreißigjährigen Krieges (1618 – 1648).

Im Jahre 1658 führte der Fürst zu Stolberg-Wernigerode für sich und seine Untertanen den evangelisch-lutherischen Glauben ein.

Graf Ernst zu Stolberg-Wernigerode musste im Jahre 1714 die Oberhoheit von Preußen über die Grafschaft Wernigerode anerkennen.

Von 1807 – 1813 war Wernigerode ein „Landkanton“ im Königreich Westfalen.

Danach wurde Wernigerode in den Landkreis Osterwieck eingegliedert, der zu Preußen gehörte. Hiergegen legte Graf Heinrich zu Stoltenberg-Wernigerode Einspruch ein mit dem Ergebnis, dass Wernigerode eigener Landkreis im Regierungsbezirk Magdeburg wurde.

Am 29. März 1847 wurden große Teil von Wernigerode Opfer eines Großbrandes.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es zu einem großen Aufschwung in Wernigerode durch folgende Wirtschaftszweige: Tourismus, Maschinenbau, Werkzeugbau, Elektromotorenbau, Pharmazie, Schokolade, Schreibwaren usw.

Wernigerode ab 1944

Am 22. Februar 1944 wurde Wernigerode von neunzehn amerikanischen B-17-Bombern angegriffen.
Dabei gab es mehr als 200 Tote (fast alles Zivilisten). Große Teile der Neustadt, Teile der Breiten Straße sowie die Orangerie und die sie um gebenden Parkanlagen wurden dabei zerstört bzw. stark beschädigt.

Am 11. April 1945 wurde die Stadt Wernigerode – fast kampflos – von amerikanischen Bodentruppen besetzt. Der deutsche Stadtkommandant, Oberst Gustav Petri, hatte sich nämlich geweigert, die Stadt Wernigerode gegen die anrückende US-Armee verteidigen zu lassen. Er wurde am 12 April 1945 in Drei-Annen-Hohne standrechtlich erschossen.

Später haben die Amerikaner das gesamte Gebiet des heutigen Sachsen-Anhalt an die sowjetischen Besatzes abgetreten, damit sie gemeinsam mit den Britten und den Franzosen Teile von Berlin bekommen.

Nach der Wiedervereinigung am 03. Oktober 1990 hat es diverse Reformen gegeben. Durch eine Gebietsreform im Jahr 2007 hat der Landkreis Wernigerode an Bedeutung verloren.

Es wurden die Landkreise Halberstadt, Wernigerode, Quedlinburg, Aschersleben-Staßfurt und die Stadt Fallstein/Harz zum Landkreis Harz zusammengefasst, deren Kreisstadt jetzt Halberstadt ist.

Gleichzeitig ist aber die Stadt Wernigerode durch Eingemeindungen von Nachbarorten expandiert.
Zu diesen „neuen Ortsteilen“ zählen: Benzingerode, Minsleben, Reddeber, Silstedt und Schierke incl. Brocken.

 

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